Casio hat die F-B100W vorgestellt, eine Familie aus drei Uhren, die der unkomplizierten Digitaluhren-Formel Bluetooth und Schritt-Tracking hinzufügt. Japanische Händler haben Vorbestellungen zum Preis von 8.800 ¥ inklusive Steuern eröffnet, die Markteinführung ist für August 2026 vorgesehen. Preise für Europa, Großbritannien und die USA wurden noch nicht bekannt gegeben; in den Reisepässen fehlen weiterhin die Stempel.
Das ist die ganze Idee in einem Bild: eine vertraute rechteckige Casio, die ihre Uhrzeit über ein Smartphone korrigieren und Schritte zählen kann. Die F-B100W-1AJF liefert mit schwarzem Resingehäuse, Positiv-LCD sowie blauen, roten und goldfarbenen Beschriftungen den klarsten Einstieg. Die kleine Schrittanzeige über der Uhrzeit verrät, dass dies nicht bloß eine weitere Farbvariante einer alten Uhr ist.
Die Verbindung zur F-91W ist offiziell
Casio zufolge übernehmen Front und Armband das Design der 1989 eingeführten F-91W. Das neue Gehäuse misst 41,9 × 38,1 × 8,8 mm und wiegt 26 g. Eine F-91W kommt auf 38,2 × 35,2 × 8,5 mm und 21 g. Der Neuzugang ist also größer, aber nur knapp.
An meinem 6,5-Zoll-Handgelenk lassen die Abmessungen einen unkomplizierten, kompakten Sitz erwarten, auch wenn ich die Uhr noch nicht in der Hand hatte. Resingehäuse, Kunstharzglas und ein Armbandbereich von 145–215 mm halten die Ausstattung vertraut. Die wichtigsten Resinteile des Armbands bestehen aus Biomasse-Kunststoff – ein leiser moderner Akzent statt einer auf das Zifferblatt gedruckten Vorlesung.
Drei Farben, zwei Display-Persönlichkeiten
Die F-B100W-1BJF behält das schwarze Gehäuse, ergänzt aber graue Beschriftungen und ein Negativdisplay. Sie ist kein fortschrittlicheres Modell, sondern einfach die leisere Schwester – für alle, die sich ein flüsterndes LCD wünschen.
Die F-B100W-3AJF schlägt mit gedecktem Salbeigrün, kühlblauen Details und einem Positivdisplay die entgegengesetzte Richtung ein. Der weichere Farbton lässt das eckige Gehäuse weniger technisch wirken. Ohne eine einzige Funktion zu verändern, deckt das Trio nun Werktag, Mitternacht und Zimmerpflanze ab.
Smarter, ohne ständig Aufmerksamkeit zu verlangen
Ein Beschleunigungsmesser zählt bis zu 999.999 Schritte, das Tagesziel lässt sich zwischen 1.000 und 50.000 einstellen. Die Uhr zeigt den jüngsten stündlichen Fortschritt und kann daran erinnern, wenn man zu lange stillgesessen hat. Sie misst weder die Herzfrequenz noch zeichnet sie Läufe per GPS auf oder zeigt Smartphone-Benachrichtigungen an. Offen gesagt könnte eine Uhr, die keine E-Mails weiterleitet, hier die gesündeste Funktion bieten.
Bluetooth verbindet sie mit der CASIO WATCHES App, die automatische Zeitkorrektur, Einstellungen, Life-Log-Daten, Time & Place-Aufzeichnungen und den Telefon-Finder bietet. Über die App umfasst die Weltzeit rund 300 Städte. Auch fern vom Smartphone bleibt die F-B100W eine fähige Digitaluhr: Dual Time, fünf Alarme, Stundensignal, 60-Minuten-Timer, bernsteinfarbene LED-Beleuchtung und eine Stoppuhr mit Speicher für bis zu 200 Runden- oder Zwischenzeitdatensätze.
Casio veranschlagt eine Batterielaufzeit von etwa zwei Jahren, gegenüber sieben Jahren bei der einfacheren F-91W. Das ist der deutlichste Preis für die zusätzlichen Sensoren und die Funkverbindung. Ohne Smartphone-Verbindung beträgt die angegebene Genauigkeit ±15 Sekunden pro Monat. Die Wasserdichtigkeit wird lediglich als alltagstauglich beschrieben, ohne Meter- oder ATM-Angabe. Dies ist also ein Schrittzähler und kein Schwimmtrainer.
Die Bedienung bleibt beruhigend altmodisch: vier physische Tasten, ein segmentiertes LCD und keinerlei Touchscreen-Akrobatik. Eine kleine obere Grafik zeigt die Schrittaktivität der letzten sieben Stunden, während die Hauptanzeige die Uhrzeit leicht auffindbar hält. Hinzu kommen ein vollautomatischer Kalender, ein abschaltbarer Tastenton, eine Warnung bei niedrigem Batteriestand und ein Energiesparmodus. Das klingt nach kleinen Annehmlichkeiten, doch zusammen lassen sie die F-B100W eher wie eine wirklich aufgewertete Uhr wirken als wie ein billiges Aktivitätsarmband in Retro-Kleidung.
Preis und Verfügbarkeit
Mit 8.800 ¥ kostet die F-B100W erwartungsgemäß mehr als die spartanische F-91W, bleibt aber deutlich unter den meisten vollwertigen Smartwatches. Alle drei Referenzen haben denselben Preis. Die Kombination aus federleichtem Gehäuse, echten Tasten, nützlichen Fitness-Grundfunktionen und einem Display, das nicht ständig nach Aufmerksamkeit verlangt, wirkt vernünftig. Casio hat seine bekannteste Digitalform nicht neu erfunden, sondern ihr lediglich das Schrittzählen und die Bluetooth-Sprache beigebracht – und hatte dann den Anstand, sie leise zu halten.
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