Seien wir ehrlich: Uhrenbegeisterung führt im Namen der Uhrmacherei nicht selten zu höchst fragwürdigen Lebensentscheidungen. Ich muss es wissen. 2022 stieg ich tatsächlich in ein Flugzeug und flog nach London – nur um die Swatch Mission to Uranus aufzuspüren. Ich ergatterte das hellblaue Schmuckstück und dann … zerkratzte ich es gleich am ersten Tag. 

Doch die Zeit heilt alle Wunden, und Swatch hat gerade etwas vorgestellt, das mich direkt zurück in das Gravitationsfeld des MoonSwatch-Wahnsinns zieht: die brandneue, ultraexklusive Mission to the Moon 1969.

Die „Mission to the Moon 1969“ ist weit mehr als eine weitere kosmetische Farbvariante. Die streng limitierte Auflage von 1.969 Exemplaren schlägt die Brücke zwischen erschwinglichem Hype und echter Luxus-Uhrmacherei.

Diese Details machen die Sonderedition zu einem wahr gewordenen Fiebertraum für Sammler:

Sie besteht aus echter, neu eingeschmolzener Omega-Geschichte

Anders als frühere „Mission to Moonshine Gold“-Editionen, bei denen lediglich der Sekundenzeiger vergoldet war, steckt die Mission to the Moon 1969 voller echtem Gold.

Die Uhr besitzt ein Zifferblatt, Zeiger, eine Krone und Chronographendrücker aus massivem 18-karätigem Moonshine™ Gold. Zusammen ergeben sie exakt 11 Gramm Gold – eine clevere, verspielte Anspielung auf die Missionsnummer von Apollo 11.

Der eigentliche Zauber liegt jedoch in der Herkunft des Goldes. Statt neues Gold zu beschaffen, schmolz Swatch in der hauseigenen Gießerei echte Omega-Vintage-Ersatzteile aus dem Jahr 1969 ein. Wer diese Uhr trägt, hat ein greifbares, recyceltes Stück Uhrengeschichte aus dem Raumfahrtzeitalter am Handgelenk.

Die Rechnung von 1969 ist schlicht verrückt

Bei der Preisgestaltung gelang Swatch ein brillanter wirtschaftlicher Coup. Heute sind 11 Gramm 18-karätiges Gold allein als Rohmaterial etwa 1.050 US-Dollar oder mehr wert. Swatch legte jedoch den Goldpreis vom 21. Juli 1969 zugrunde – dem Tag der Apollo-11-Mondlandung. Damals kosteten 11 Gramm 18-karätiges Gold exakt 11 US-Dollar.

Dank dieses „zeitreisenden“ Preismodells kostet die Uhr bei Swatch 570 US-Dollar / 520 Pfund / 500 Schweizer Franken. Im Grunde kaufen Sie stark vergünstigtes Gold, verpackt in einem mattschwarzen Bioceramic-Gehäuse.

Keine Warteschlangen, nur ein hartes Gehirntraining

Erinnern Sie sich an die langen Schlangen in London? Diesmal kann der Reisepass in der Schublade bleiben. Für den Verkauf der 1.969 Exemplare umging Swatch die Ladengeschäfte vollständig und führte ein digitales Bewerbungsverfahren namens ESTA (Electronic Swatch Timepiece Application) ein.

Statt an einer einfachen Verlosung teilzunehmen, mussten Interessenten 32 offene Fragen und Multiple-Choice-Aufgaben zu Raumfahrtgeschichte und Markentradition beantworten. Das Ganze ist teils Quizabend, teils Visumantrag und durch und durch exklusiv.

Tragen oder schützen?

Die MoonSwatch Mission to the Moon 1969 ist mit Abstand die faszinierendste, kreativste und materiell gewichtigste Neuheit der gesamten Swatch-x-Omega-Reihe.

Wer das Glück hatte, eine Mission to the Moon 1969 zu ergattern, steht vor dem ultimativen Dilemma aller Uhrensammler: makellos im Tresor aufbewahren oder draußen in der Welt tragen?

Unser Rat? Tragen Sie sie. Und falls sie gleich am ersten Tag einen Kratzer bekommt? Betrachten Sie ihn einfach als Ihren ganz persönlichen Krater auf dem Mond.

Und wenn Sie mich jetzt entschuldigen: Ich habe 32 Quizfragen zu beantworten.