Im Laufe der Jahre habe ich einige Certina-Uhren in meine Sammlung aufgenommen. Ich trage sie gern, weil die Marke durchweg gut verarbeitete und attraktive Zeitmesser anbietet. Certina genießt den Ruf, solide und zuverlässige Uhren zu bauen, und meine persönlichen Erfahrungen bestätigen das. Vor Kurzem ergänzte die Marke ihre Produktlinie DS-1 Chronograph Automatic um zwei neue Modelle: die Referenzen C029.462.16.011.00 und C029.462.26.051.00. Ich habe mir beide Neuheiten genauer angesehen, um herauszufinden, was sie bieten.
Beide neuen Chronographen besitzen dieselbe technische Grundlage. Sie stecken jeweils in einem 42-mm-Gehäuse aus 316L-Edelstahl. Diese Größe verleiht der Uhr eine markante Präsenz am Handgelenk, ohne übermäßig wuchtig zu wirken. In beiden Uhren arbeitet das Automatikwerk Valjoux A05.231. Es verfügt über eine Siliziumspirale, die zum Schutz der Uhr vor Magnetfeldern beiträgt. Hinzu kommt eine großzügige Gangreserve von 68 Stunden. Man kann die Uhr also am Freitagabend ablegen und sie läuft am Montagmorgen noch immer. Als Teil des Konzepts Double Security von Certina sind beide Modelle bis 100 Meter wasserdicht und mit einem kratzfesten Saphirglas ausgestattet.
Modell C029.462.16.011.00: klarer und klassischer Stil
Das erste ist das traditionellere der beiden Modelle. Es besitzt ein klares weißes Zifferblatt in einem polierten, silberfarbenen Gehäuse. Die Zifferblattgestaltung ist sehr aufgeräumt und stellt Uhrzeit, Datum und Hilfszifferblätter des Chronographen gut ablesbar dar. Die beiden seitlichen Drücker bedienen die Chronographenfunktion und ermöglichen die Messung der verstrichenen Zeit. Ein Lederarmband verleiht der Uhr eine leicht formelle Note. Wer ein geradliniges, klassisches Design bevorzugt, das zu fast allem passt, trifft mit dieser Variante eine sehr sichere Wahl. Sie ist ein perfektes Beispiel für die Stärken von Certina: funktionale Uhren mit unprätentiösem Stil.
Modell C029.462.26.051.00: zweifarbiges Design und eine persönliche Vorliebe
Das zweite Modell verfolgt optisch einen anderen Ansatz. Es besitzt ein tiefschwarzes Zifferblatt, während das Gehäuse goldfarbene Akzente mit PVD-Beschichtung und herkömmlichen Edelstahl kombiniert. So entsteht eine zweifarbige Optik. Auch die Zeiger und Stundenindizes tragen eine passende goldfarbene Ausführung, die einen deutlichen Kontrast zum dunklen Hintergrund bildet. Wie die Version mit weißem Zifferblatt wird dieses Modell an einem Lederarmband geliefert und verfügt über eine Tachymeterskala zur Berechnung der Geschwindigkeit über eine bestimmte Strecke.
Da ich goldfarbene Uhren sehr mag, weckte dieses zweite Modell sofort meine Aufmerksamkeit. Wenn eine goldfarbene Variante erhältlich ist, entscheide ich mich normalerweise für diese. Nach genauerer Betrachtung des Designs der C029.462.26.051.00 stellte ich jedoch fest, dass mich die Kombination aus Gold- und Silberton hier schlicht nicht anspricht. Zweifarbige Uhren überzeugend zu gestalten, kann schwierig sein, und in diesem Fall lenkt der Metallmix von den klaren Linien des Gehäuses ab. Ich hätte es deutlich vorgezogen, wenn Certina dieses Modell vollständig goldfarben gestaltet hätte. Ein komplett goldfarbenes Gehäuse mit PVD-Beschichtung hätte zusammen mit dem schwarzen Zifferblatt wesentlich stimmiger gewirkt und meinem persönlichen Geschmack besser entsprochen.
Fazit:
Letztlich sind sowohl die C029.462.16.011.00 als auch die C029.462.26.051.00 gut verarbeitete Zeitmesser mit einem guten mechanischen Preis-Leistungs-Verhältnis. Sie halten den Qualitätsstandard, den ich von meinen eigenen Certina-Uhren erwarte. Während mich das zweifarbige Design des gold- und silberfarbenen Modells nicht überzeugen konnte, bleibt die Variante mit weißem Zifferblatt ein ausgesprochen solider Chronograph.
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