Die Baltic Aquascaphe MK2 erhält ihre erste Datumsanzeige. Sie ersetzt weder das aufgeräumte Modell ohne Datum noch handelt es sich um eine limitierte Edition. Baltic ergänzt stattdessen die bestehende MK2-Reihe um die neue Auswahlmöglichkeit „Date“ und bietet Käufern damit eine nützliche Komplikation, ohne Gehäusegröße oder Bauhöhe zu verändern.

Diese Unterscheidung ist wichtig, denn die Aquascaphe MK2 selbst ist nicht neu. Baltic stellte das Modell der zweiten Generation im September 2025 vor. Die Neuigkeit von Ende Juli 2026 besteht darin, dass Kunden sie nun mit Datumsfenster bestellen können; die Auslieferungen sind für Ende August vorgesehen.

Das Datum ist mit allen vier aktuellen Zifferblattfarben und beiden Gehäusegrößen erhältlich. Die blauen und grünen Ausführungen besitzen glänzende Zifferblätter, während die grauen und warm-silberfarbenen Modelle eine stärker strukturierte, gekörnte Oberfläche verwenden. Baltic führt nicht für jede Kombination eigene traditionelle Referenznummern auf; Durchmesser, Datum und Armband werden bei der Konfiguration der Uhr ausgewählt.

Ein Datumsfenster, das das Zifferblatt respektiert

Ein Datum auf einem sorgfältig ausbalancierten Taucheruhren-Zifferblatt kann leicht Unordnung schaffen. Baltic wählt den sicheren Weg und platziert das Fenster bei 6 Uhr, direkt über der 30-Minuten-Markierung der Lünette. Der Rahmen ist fein abgeschrägt und die Datumsscheibe farblich auf das Zifferblatt abgestimmt. Dadurch wirkt die Anzeige wie ein Teil des Designs und nicht wie ein in letzter Minute hinzugefügtes weißes Rechteck.

Die Position bewahrt außerdem die vertikale Ausgewogenheit, die durch die applizierte arabische 12 entsteht. Das Fenster ersetzt den runden Index bei 6 Uhr, drängt aber weder das Logo noch den Aquascaphe-Schriftzug in ungünstige Positionen. Wer weiterhin eine vollkommen symmetrische Indexanordnung bevorzugt, kann einfach die Version ohne Datum wählen.

Die Aquascaphe MK2 Date verwendet BGW9 Super-LumiNova. Bild mit freundlicher Genehmigung von Baltic.

Vier Zifferblätter und zwei wirklich sinnvolle Größen

Die Datumsoption lässt sich mit einem 37mm oder 39,5mm großen Gehäuse kombinieren. Die kleinere Uhr misst 45mm über die Bandanstöße, die größere 47mm. Beide sind einschließlich des doppelt gewölbten Glases 12,9mm hoch beziehungsweise 10,7mm ohne Glas und besitzen eine übliche Bandanstoßbreite von 20mm.

Diese Maße bieten Käufern eine echte Wahl statt eines rein symbolischen Unterschieds. Die 37mm-Version dürfte kleineren Handgelenken und Liebhabern kompakter Proportionen klassischer Taucheruhren gefallen. Die 39,5mm-Ausführung zeigt mehr Präsenz, ohne überdimensioniert zu wirken.

Die blauen und grünen Zifferblätter zeigen die kräftigsten Farben, unterstützt von farblich passenden Lünetteneinlagen aus Saphir. Grau ist die zurückhaltendste Wahl, während warmes Silber den deutlichsten Vintage-Look erzeugt und das helle Zifferblatt mit einer schwarzen Lünette kombiniert. Alle vier nutzen Baltics „Maxi Dial“-Anordnung mit großen applizierten Stundenindizes aus Lumicast. Diese 0,4mm hohen Blöcke enthalten BGW9 Super-LumiNova und werden von breiten, facettierten Leuchtzeigern ergänzt.

Graue Baltic Aquascaphe MK2 Date am Flat-Link-Armband. Bild mit freundlicher Genehmigung von Baltic.
Grüne Baltic Aquascaphe MK2 Date am Beads-of-Rice-Armband. Bild mit freundlicher Genehmigung von Baltic.

Das Gehäuse bleibt ein echtes Taucheruhrengehäuse

Die Aquascaphe MK2 besitzt 316L-Edelstahl, eine verschraubte Krone und einen massiven Gehäuseboden mit eingravierten geometrischen Wellen. Die Wasserdichtigkeit beträgt 200 Meter, sodass das Modell mit Datum dieselben praxistauglichen Taucheruhren-Spezifikationen wie die Version ohne Datum behält.

Die einseitig drehbare Lünette rastet in 120 Schritten und besitzt eine vollständig graduierte Minutenskala. Ihre Einlage besteht aus Saphir, während das doppelt gewölbte Saphirglas über dem Zifferblatt innen entspiegelt ist. Saphir auf beiden Flächen ist in dieser Preisklasse ein starkes Merkmal, weil er deutlich kratzfester als Acryl- oder Mineralglas ist.

Baltic verleiht dem Gehäuse zudem mehr Details, als die reinen Maße vermuten lassen. Die Oberseiten der Bandanstöße sind vertikal satiniert, die Seiten horizontal, und die flache Oberseite des Kronenschutzes ist poliert. Durchbohrte Bandanstöße erleichtern den Bandwechsel und passen zum Charakter der Uhr als Werkzeug.

Warm-silberfarbene Baltic Aquascaphe MK2 Date. Bild mit freundlicher Genehmigung von Baltic.

Das Miyota 9015 ist die entscheidende mechanische Änderung

Die Aquascaphe MK2 ohne Datum verwendet weiterhin das Miyota 9039. Mit der Auswahl des Datums wechselt das Werk zum Miyota 9015, der Datumsversion aus derselben flachen Werkfamilie. Deshalb kann Baltic die Komplikation hinzufügen und die Bauhöhe der Uhr exakt bei 12,9mm halten.

Das 9015 ist nur 3,90mm hoch und misst 26mm im Durchmesser. Es besitzt 24 Steine, läuft mit 28.800 Halbschwingungen pro Stunde beziehungsweise 4Hz und bietet mehr als 42 Stunden Gangreserve. Zur Ausstattung gehören Automatikaufzug, Handaufzug, Sekundenstopp und Datumsschnellkorrektur.

Miyota nennt für das Werk einen offiziellen Ganggenauigkeitsbereich von −10 bis +30 Sekunden pro Tag. Das ist eine Werkstoleranz und kein Chronometerversprechen, liegt aber enger als die Angaben vieler einfacher Automatikwerke. Außerdem ist es ein weitverbreitetes Kaliber, das sich von einem unabhängigen Uhrmacher unkompliziert warten lassen sollte.

Blaue Baltic Aquascaphe MK2 Date. Bild mit freundlicher Genehmigung von Baltic.

Kautschuk, zwei Stahlarmbänder und klare Preise

Die Basisoption ist Baltics FKM Rubber Classic mit einer feinen Struktur im Saffiano-Stil. Käufer können außerdem ein Beads-of-Rice-Armband für einen weicheren Vintage-Look oder ein Flat-Link-Armband für eine aufgeräumtere, modernere Optik wählen. Alle 20mm breiten Baltic-Bänder sind kompatibel, und das Rubber Classic in Größe Medium ist für Handgelenke bis 20,5cm angegeben.

Das Modell mit Datum kostet 655 € am Kautschukband oder 720 € an einem der beiden Stahlarmbänder, jeweils vor den am Zielort anfallenden Steuern. Das sind nur 25 € mehr als für die entsprechende Uhr ohne Datum, sodass man die Komplikation gegen einen moderaten Aufpreis erhält.

Baltic rechnet in Euro ab und zeigt abhängig vom Lieferland geschätzte Beträge in der jeweiligen Landeswährung an. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung wird das Modell am Kautschukband in den USA auf etwa 746,70 $ und im Vereinigten Königreich auf 558,72 £ geschätzt, ohne örtliche Steuern und Einfuhrabgaben. In Spanien kostet dieselbe Konfiguration einschließlich 21% Mehrwertsteuer 792,55 €. Die regionalen Endbeträge unterscheiden sich daher, obwohl der zugrunde liegende Baltic-Preis gleich bleibt.

Jede Ausführung wird mit 24 Monaten Garantie geliefert, und die ersten Bestellungen mit Datum sollen Ende August 2026 ausgeliefert werden.

Fazit

Die Aquascaphe MK2 Date ist eine kleine, richtig umgesetzte Aktualisierung. Baltic vergrößert weder das Gehäuse noch die Bauhöhe und streicht auch nicht die Auswahl ohne Datum. Die Marke ergänzt eine nützliche Anzeige an der ausgewogensten Stelle des Zifferblatts und wechselt zu einem flachen, bewährten Werk mit 4Hz-Frequenz, Sekundenstopp, Handaufzug und Datumsschnellkorrektur.

Auch der Preisunterschied von 25 € erscheint mir fair. Manche Käufer werden stets das aufgeräumtere Zifferblatt ohne Datum bevorzugen, doch wer während der Arbeitswoche eine einzige Uhr trägt, könnte die neue Anzeige nützlicher finden. Für mein 6,5 Zoll großes Handgelenk würde ich das 39,5mm-Gehäuse wählen und mich dann zwischen glänzendem Blau am Kautschukband und Grün am Beads-of-Rice-Armband entscheiden. In beiden Fällen ist dies eine praktische Ergänzung der Reihe und keine Änderung um der Änderung willen.